Sicher einsteigen.
Datenschutz nachvollziehbar dokumentieren.
So finden Sie sich in MoeWe zurecht, richten Zugriffe ein, bearbeiten Auditfragen und dokumentieren Verarbeitungstätigkeiten, Risiken und Maßnahmen. Mit durchgängigem Lernbeispiel und Glossar.
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Anmelden und orientieren
Beginnen Sie mit dem richtigen Arbeitsbereich. Eine Datenbank beziehungsweise ein Mandant enthält die Datenschutzdokumentation einer Organisation. Wenn Sie mehrere Organisationen betreuen, prüfen Sie vor jeder Bearbeitung, welche Datenbank ausgewählt ist.
- Anmelden: Öffnen Sie Ihren MoeWe-Zugang und melden Sie sich mit E-Mail-Adresse und Passwort an. Bei fehlendem Zugang wenden Sie sich an die für Benutzerverwaltung zuständige Person.
- Datenbank auswählen: Öffnen Sie oben Datenbanken und wählen Sie den passenden Eintrag. Bei mehreren Einträgen hilft der Filter nach Name oder Beschreibung. Der Name der ausgewählten Datenbank steht oben in der Kopfzeile.
- Dashboard öffnen: Unter Start → Dashboard erhalten Sie einen Überblick über Auditfragen und VVT sowie direkte Links in die Bereiche. Die farbigen Übersichten zeigen den Bearbeitungsstand; sie ersetzen die Prüfung einzelner Inhalte nicht.
- Profil einstellen: Über Ihren Namen rechts oben öffnen Sie das Benutzerprofil, aktualisieren Ihre Angaben oder ändern Ihr Passwort. Dort können Sie sich auch abmelden.
- Sprache wählen: Über die Sprachauswahl wechseln Sie zwischen Deutsch und Englisch. Die Auswahl betrifft die Oberfläche; Ihre eingegebenen Texte werden dadurch nicht automatisch übersetzt.
Welcher Bereich ist wofür da?
| Bereich | Hier arbeiten Sie |
|---|---|
| Start | Dashboard, Stammdaten, Benutzerverwaltung und Datenexport – abhängig von Ihrem Zugang. |
| Auditfragen | Organisationsweite Fragen und TOM bearbeiten, nach Themen und Zuständigkeiten ordnen und auswerten. |
| VVT | Verarbeitungstätigkeiten, Fachapplikationen und Infrastruktur dokumentieren; zu prüfende Einträge wiederfinden. |
| VVT Reports | Verzeichnisse und Berichte zusammenstellen, beispielsweise zu Aufbewahrungsfristen oder für die interne Prüfung. |
Benutzer und Berechtigungen
Die Benutzerverwaltung zeigt Namen, E-Mail-Adressen und zugewiesene Rollen. Unter Rollenbeschreibung können Sie den Umfang der jeweiligen Rolle nachlesen. Die Einrichtung übernimmt eine Person mit Berechtigung zur Benutzerverwaltung.
Die Rollen im Überblick
| Rolle in MoeWe | Zugriff und Grenzen |
|---|---|
| AuditfragenbearbeiterIn | Kann nur Auditfragen einsehen und bearbeiten. |
| DatenschutzkoordinatorIn | Umfassende Berechtigungen ähnlich der DSB-Rolle; geschützte Felder wie Risikobewertungen können nicht bearbeitet werden. |
| Datenschutzbeauftragte(r) | Vollzugriff auf Module und Inhalte einschließlich Benutzerverwaltung, Audits, Verarbeitungstätigkeiten, Datenweitergaben und Exportfunktionen. |
| DatenweitergabenbearbeiterIn | Kann nur Datenweitergaben einsehen und bearbeiten. |
| Verfahrensverantwortliche(r) | Kann alle Verarbeitungstätigkeiten, Fachapplikationen und Infrastruktur einsehen, neue anlegen und zugewiesene Einträge bearbeiten sowie Auditfragen einsehen. Datenweitergaben sind in den Verarbeitungstätigkeiten auswählbar; den Status verknüpfter Einträge zeigt der Report. |
| Verfahrensverantwortliche(r) – nur zugeordnete | Kann nur zugewiesene Verarbeitungstätigkeiten, Fachapplikationen und Infrastruktur einsehen und bearbeiten. Kein Zugriff auf Auditfragen. |
Benutzer einrichten und Zugriff prüfen
- Arbeitsauftrag klären: Legen Sie fest, welche Aufgaben die Person übernimmt und welche Datenbank sie benötigt. Wählen Sie eine dazu passende Rolle.
- Benutzer aufnehmen: Verwenden Sie Benutzer einladen und folgen Sie dem Dialog. Prüfen Sie Empfängeradresse und gewünschte Berechtigung vor dem Absenden.
- Rolle zuordnen: Öffnen Sie bei der betreffenden Person die Rollenbearbeitung über das Plus-Symbol am rechten Zeilenrand. Prüfen Sie die Zuordnung anschließend in der Spalte Rollen. Ein Eintrag „unknown“ ist keine verständlich bestätigte Berechtigung und sollte durch die Administration geklärt werden.
- Datensätze zuweisen: Ergänzen Sie bei den betroffenen VVT-Einträgen unter Zugewiesene Benutzer die zuständige Person. Beachten Sie auch die verwendeten Fachapplikationen und Infrastrukturen: Prüfen Sie deren Zuordnung einzeln, wenn die Person sie bearbeiten soll.
- Ergebnis kontrollieren: Lassen Sie die Person prüfen, ob die benötigten Einträge sichtbar und die vorgesehenen Felder bearbeitbar sind. Bei Aufgabenwechseln überprüfen Sie Rollen und Zuordnungen erneut.
Drei Angaben mit unterschiedlichen Aufgaben: Die Rolle steuert die grundsätzlichen Befugnisse. Zugewiesene Benutzer verbindet Konten mit konkreten Einträgen. Die Angaben unter Verantwortlich dokumentieren die fachliche Zuständigkeit; ein eingetragener Name oder eine E-Mail-Adresse allein ersetzt keine Benutzerzuweisung.
Eine technische Rolle mit der Bezeichnung „Datenschutzbeauftragte(r)“ ist außerdem keine automatische organisatorische Benennung zum DSB oder Freigabe des Verfahrens.
Die Supportleitung soll ausschließlich den eigenen Prozess bearbeiten. Die Administration prüft dafür die Rolle „Verfahrensverantwortliche(r) – nur zugeordnete“ und weist den Supportprozess zu. Die IT erhält passend zu ihrem Auftrag Zugriff auf Supportportal und Hostingumgebung. Für die Bewertung geschützter Risikofelder wird eine entsprechend berechtigte Person eingebunden.
Auditfragen und TOM bearbeiten
Mit Auditfragen erfassen Sie, wie Ihre Organisation Datenschutz und Schutzmaßnahmen umsetzt. Der Bereich bietet eine organisationsweite Sicht. Im VVT prüfen Sie anschließend, wie die Maßnahmen bei einem konkreten Prozess, seiner Anwendung und Infrastruktur wirken.
Eine Frage finden und beantworten
- Auswahl eingrenzen: Suchen Sie nach Frage oder Nummer. Kombinieren Sie bei Bedarf die Filter Organisationseinheit, Themenblock, Schutzziele und Status. Im Statusfilter lassen sich mehrere Werte auswählen. „Nicht zutreffend“ kann standardmäßig ausgeblendet sein; wählen Sie diesen Status ausdrücklich aus, wenn Sie auch diese Fragen sehen möchten. Wenn Einträge fehlen, prüfen und leeren Sie zuerst die Filter.
- Frage öffnen: Wählen Sie einen Eintrag aus der Liste. Lesen Sie Frage / Maßnahme und prüfen Sie, welchen Themenblock sowie welche Schutzziele und Organisationseinheiten der Eintrag betrifft.
- Ist-Zustand dokumentieren: Erfassen Sie unter Bemerkungen / Begründungen, was tatsächlich umgesetzt ist, woran es erkennbar ist und was noch fehlt.
- Nächste Schritte festhalten: Tragen Sie unter Empfehlung die notwendige Verbesserung ein. Verknüpfen Sie bei Bedarf ein bestehendes Arbeitsticket unter Ticket (Link) und fügen Sie passende Nachweise unter Dokumente hinzu.
- Status bewerten: Wählen Sie einen zum belegten Ist-Zustand passenden Wert. Eine Empfehlung allein bedeutet noch nicht, dass die Maßnahme umgesetzt ist.
- Speichern: Speichern Sie Ihre Änderungen, bevor Sie zur nächsten Frage wechseln. Über die Pfeile können Sie innerhalb der Auswahl weiterblättern.
| Auditstatus | Bedeutung für die Bearbeitung |
|---|---|
| unbearbeitet | Die Frage ist noch nicht bearbeitet. |
| prüfen | Angaben oder Nachweise müssen geklärt werden. |
| nicht erfüllt / fehlt | Die Anforderung ist noch nicht erfüllt. |
| nicht erfüllt / fehlt – KRITISCH | Es besteht besonders dringlicher Handlungsbedarf. |
| erfüllt / ausreichend | Die Umsetzung wurde geprüft und als ausreichend bewertet. |
| nicht zutreffend | Die Frage passt sachlich nicht zur Organisation oder zum betrachteten Kontext; begründen Sie dies. |
Themen, Zuständigkeiten und Auswertung
Unter Themenblöcke, Schutzziele und Organisationseinheiten pflegen berechtigte Personen die verwendeten Zuordnungen. Eigene Themenblöcke und zusätzliche Fragen lassen sich ergänzen; vergeben Sie eindeutige Nummern und ordnen Sie sie den passenden Bereichen zu. Eine Frage kann mehrere Zuordnungen haben. Die zusätzlichen Kategorien im Auditbereich sind nicht mit den genau sieben SDM-Gewährleistungszielen gleichzusetzen.
Unter Datenschutzerreichungsgrad sehen Sie die Verteilung der Bewertungen je Schutzziel und den Gesamtstand. Nutzen Sie kritische, fehlende und ungeprüfte Einträge als Arbeitsliste. Ein Prozentwert oder eine grüne Übersicht ist keine pauschale Bestätigung, dass alle Datenschutzanforderungen erfüllt sind.
Im Report intern beziehungsweise im verfügbaren Report können Sie die Auswahl filtern, den Datenschutzerreichungsgrad ein- oder ausblenden, Freitext ergänzen und die Ausgabe über das Drucksymbol erzeugen. Kontrollieren Sie den Inhalt auch bei einem externen Report vor der Weitergabe.
Eine Auditfrage prüft das Berechtigungskonzept. Die IT liefert Rollenbeschreibung und Zugriffstest, die zuständige bewertende Person prüft die Umsetzung. Fehlt der Zugriffstest, bleibt die Frage „prüfen“. Im VVT beschreiben Sie später zusätzlich, welche Supportrollen tatsächlich welche Anfragen sehen dürfen.
Was am Ende vorliegen soll
Ihr Ziel ist eine zusammenhängende Dokumentation: Was passiert mit welchen Daten, zu welchem Zweck, mit welchen Beteiligten – und wie werden die betroffenen Personen geschützt? Dazu gehören die Beschreibung der Verarbeitung, ihre technischen Abhängigkeiten sowie nachvollziehbar bewertete Risiken und Maßnahmen.
Zweck, Daten, Personengruppen und die vier Phasen der Verarbeitung erfassen.
Software, Infrastruktur und Empfänger zuordnen. Risiken, Maßnahmen und Nachweise dokumentieren.
Reports kontrollieren, Lücken bearbeiten und die Abschlussprüfung dokumentieren.
Wer liefert welche Informationen?
Die Dokumentation entsteht gemeinsam durch Fachbereich, IT, Dienstleister und Datenschutzbeauftragte. Für Nutzerinnen und Nutzer heißt das: Beschreiben Sie zuerst Ihren tatsächlichen Arbeitsablauf in einfachen Worten. Die fachliche Datenschutzbewertung folgt darauf.
| Beteiligte | Aufgabe |
|---|---|
| Verfahrensverantwortliche im Fachbereich | Zweck, Datenquellen, Nutzung, Ablagen und Löschung beschreiben. Fehlende Informationen bei IT bzw. Dienstleistern klären und die Umsetzung der benötigten Maßnahmen für das eigene Verfahren nachhalten. |
| IT und Dienstleister | Anwendungen und Infrastruktur beschreiben, technische Maßnahmen erläutern und belastbare Nachweise bereitstellen. |
| Datenschutzbeauftragte | Bei der rechtlichen Einordnung unterstützen und prüfen, ob die beschriebenen Maßnahmen die Risiken angemessen berücksichtigen. |
Diese Informationen benötigen Sie
- Eine klar abgegrenzte Verarbeitung und eine fachlich zuständige Person.
- Angaben aus dem Fachbereich zu Zweck, Ablauf, Datenarten, betroffenen Personen und Aufbewahrung.
- Informationen der IT bzw. Dienstleister zu Anwendungen, Speicherorten, Infrastruktur, Zugriffen, Löschung und Sicherungen.
- Vorhandene Nachweise, etwa technische und organisatorische Maßnahmen (TOM), Verträge zur Auftragsverarbeitung, Sicherheitskonzepte und Prüfberichte.
Liefern, bewerten, freigeben: drei getrennte Aufgaben
Tragen Sie für Ihr Verfahren konkrete Namen zu diesen Rollen ein. Die folgende Aufteilung ist eine Arbeitsvorlage; verbindlich ist die Zuständigkeitsregelung Ihrer Organisation.
| Thema | Wer liefert? | Wer bewertet? | Wer gibt abschließend frei? |
|---|---|---|---|
| Ablauf, Zweck, Daten und Fristen | Supportleitung / Fachbereich | Fachbereich prüft den Ist-Zustand; Datenschutz-/Rechtsfunktion prüft die rechtliche Einordnung | Die hierfür befugte Leitung im Namen der verantwortlichen Organisation |
| Systeme, Empfänger, technische Maßnahmen | IT und Dienstleister; Einkauf liefert Verträge | IT / Informationssicherheit prüft Technik und Nachweise; Datenschutzfunktion beurteilt Datenschutzfragen | Befugte Leitung für das Verfahren; IT bestätigt die technische Umsetzung |
| Risiken, DSFA-Bedarf und Gesamtbewertung | Fachbereich und IT liefern Fakten und Prüfergebnisse | Benannte Risikobewertung mit Fachbereich und IT; DSB berät unabhängig | Die zuständige befugte Leitung der verantwortlichen Organisation |
DSB bedeutet Beratung und Überwachung: Die Stellungnahme der oder des Datenschutzbeauftragten ersetzt nicht die Entscheidung der verantwortlichen Organisation. Dokumentieren Sie, wer was geprüft und wer die Entscheidung getroffen hat.
Die Grunddaten verständlich ausfüllen
Eintrag finden oder neu anlegen
Öffnen Sie VVT → Verarbeitungstätigkeiten. Suchen Sie zunächst nach Gruppe, Nummer oder Name, Verantwortlich oder Status, um vorhandene Beschreibungen wiederzuverwenden. Das Symbol zum Leeren der Filter befindet sich im Filterbereich; es löscht die Filterauswahl, nicht den Datensatz. Inaktive Verarbeitungen können standardmäßig ausgeblendet sein; blenden Sie sie bei Bedarf im Statusfilter ein. Einen neuen Datensatz beginnen Sie über Eintrag hinzufügen.
Vergeben Sie einen verständlichen Namen und bei Bedarf Nummer und Gruppe zur Sortierung. Ergänzen Sie unter Verantwortlich die Kontaktdaten der fachlich zuständigen Person und unter Zugewiesene Benutzer die vorgesehenen Benutzerkonten. Die Rolle und die Zuweisung bestimmen gemeinsam den Zugriff. „Verantwortlich“ meint hier die Person für die Verfahrensbeschreibung, nicht die verantwortliche Organisation als Ganzes. Die Übersichten zeigen außerdem die letzte Bearbeitung. Je nach Rolle steht zusätzlich eine Ansicht für die eigenen Verfahren zur Verfügung; alternativ filtern Sie nach „Verantwortlich“. Für längere Beschreibungen lassen sich Textfelder an ihrem unteren Rand vergrößern.
Info-Symbole neben Feldern öffnen Erläuterungen. Nutzen Sie Speichern vor dem Wechsel zum nächsten Eintrag. Der Gesamtstatus des Datensatzes umfasst Werte wie „unbewertet“, „prüfen“, „Optimierungsbedarf“, „kritisch“, „OK“ und „inaktiv“; er ist von den einzelnen SDM-Bewertungen zu unterscheiden.
- Öffnen Sie den zu bearbeitenden Eintrag. Prüfen Sie, ob seine Bezeichnung den konkreten Geschäftsprozess beschreibt.
- Ergänzen Sie die Grunddaten anhand der folgenden Orientierung.
- Prüfen Sie die Angaben mit den fachlich zuständigen Personen. Halten Sie noch offene Punkte als offen fest.
- Sichern Sie Ihre Änderungen über Speichern.
| Feld / Bereich | Das tragen Sie ein |
|---|---|
| Zweck | Warum werden die Daten verarbeitet? Beschreiben Sie das konkrete Ziel und bei Bedarf die Abgrenzung: Was gehört ausdrücklich nicht dazu? |
| Rechtsgrundlage | Die für diese Verarbeitung fachlich geprüfte Grundlage mit Begründung. Prüfen Sie die Grundlage für Ihren konkreten Fall. |
| Berechtigtes Interesse? | Prüfen Sie, ob diese Einordnung auf den Fall zutrifft. Dazu gibt es einen Schalter und den Reiter Ber. Interessen. |
| Gemeinsame Verantwortung / Verarbeitung im Auftrag | Prüfen Sie die tatsächliche Rollenverteilung, bevor Sie die entsprechenden Schalter setzen. |
| Speicherorte | Die verwendeten Systeme und Ablageorte. Stimmen Sie diese Angaben später mit den verknüpften Anwendungen und Infrastrukturen ab. |
| Personengruppen | Wessen Daten betroffen sind, beispielsweise Kunden, Interessenten oder Mitarbeitende. |
| Datenkategorien | Welche Arten von Daten verarbeitet werden, etwa Kontakt-, Bestands- oder Kommunikationsdaten. Keine tatsächlichen Personendatensätze eintragen. |
| Datenweitergaben | Welche Empfänger bzw. beteiligten Stellen Daten erhalten und wofür. Die zugehörigen Datensätze verknüpfen Sie unter Beziehungen. |
05 · Ausgefüllte Grunddaten
Fiktives Lernbeispiel: Ein kleines Unternehmen beantwortet Vertrags- und Produktfragen seiner bestehenden Privatkunden in einem Supportportal. Alle folgenden Werte und Nachweise sind Musterannahmen, keine Vorgaben für Ihren Betrieb. Die Abbildungen erläutern die Oberfläche; ihre Beispielwerte können abweichen.
| Feld | Musterwert |
|---|---|
| Name / Zuständigkeit | Kundenanfragen im Support · Supportleitung |
| Zweck | Bestehende Kundenverträge betreuen und Produktfragen beantworten; keine Werbung oder Profilbildung. |
| Personengruppen / Daten | Privatkunden und Supportmitarbeitende; Name, E-Mail, Kundennummer, Nachricht und Bearbeitungsvermerk. Keine Zahlungsdaten abfragen. |
| Rechtsgrundlage | Im Muster: Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO für die zur Vertragsbearbeitung erforderlichen Angaben. Datenschutz-/Rechtsfunktion prüft die Abgrenzung; andere Zwecke separat beurteilen. |
| Speicherorte | Supportportal und dessen Datenbank beim vertraglich gebundenen Hostingdienst; verschlüsselte Sicherungen in dessen getrennter Sicherungsumgebung. |
| Empfänger / Rollen | Hostingdienst als Auftragsverarbeiter; im Muster keine weiteren externen Empfänger. Vertragsumfang und Unterauftragnehmer werden durch Einkauf und Datenschutzfunktion geprüft. |
| Frist / Abgrenzung | Musterannahme: Supportnachrichten 90 Tage nach Abschluss löschen, Sicherungen nach 30 Tagen überschreiben. Aufbewahrungspflichtige Vertragsunterlagen werden separat im Vertragsprozess behandelt. Diese Fristen sind keine allgemeine Empfehlung. |
| Freigabe | Fachbereich bestätigt Ablauf; IT bestätigt Speicherorte und Löschung; befugte Leitung entscheidet nach rechtlicher Prüfung. |
Das Muster zeigt ausgefüllte Angaben. Für Ihre Verarbeitung übernehmen Sie den Aufbau und ersetzen jeden Wert durch geprüfte eigene Angaben.
Die übrigen Grundfelder nicht übersehen
- Datenweitergabe außerhalb der EU: Prüfen Sie die tatsächlichen Empfänger und Datenflüsse. Tragen Sie die fachlich geprüfte Einordnung ein; übernehmen Sie keine Voreinstellung ungeprüft.
- Aufbewahrungsfristen: Nennen Sie Fristen, Auslöser und den Bezug zum Löschkonzept. Die Angaben müssen zum Reiter „Daten beseitigen“ passen.
- Sicherheit / TOM: Beschreiben Sie den allgemeinen Schutz und verweisen Sie auf konkrete Konzepte oder Nachweise.
- Risiko / Schaden und Eingriffsintensität: Halten Sie mögliche Folgen für betroffene Personen und die Einordnung des Verfahrens fest. Die Auswahl zur Eingriffsintensität enthält „hoch“, „mittel“, „gering“ und „unbewertet“. Die detaillierte Erklärung folgt unter Risiken & Maßnahmen.
- Notwendige Maßnahmen: Sammeln Sie noch umzusetzende Verbesserungen mit Zuständigkeit und nächstem Schritt.
- Datenschutz-Folgenabschätzung: Halten Sie fest, ob eine DSFA erforderlich ist, und begründen Sie die Entscheidung. Bei Bedarf bearbeiten Sie den DSFA-Reiter.
- Bemerkungen / Tätigkeitsprotokoll DSB: Ergänzende Hinweise gehören in die Bemerkungen. Das Tätigkeitsprotokoll DSB wird von der oder dem Datenschutzbeauftragten zur Dokumentation der Prüfung geführt.
Die Schalter für gemeinsame Verantwortung oder Verarbeitung im Auftrag können die Bearbeitung des Zweckfelds sperren. Ändern Sie bei einem solchen Verfahren den Zweck erst nach Abstimmung mit der zuständigen Datenschutz-/Rechtsfunktion und Prüfung der zugehörigen Vereinbarung. Bei Berechtigtes Interesse? führt die aktivierte Auswahl zum Reiter Ber. Interessen; dort wird die Begründung und Abwägung dokumentiert.
Den Weg der Daten beschreiben
Bearbeiten Sie die vier Reiter nacheinander. Formulieren Sie konkret, damit auch eine Person außerhalb des Fachbereichs den Datenfluss nachvollziehen kann.
| Reiter | Leitfrage | Hilfreiche Angaben |
|---|---|---|
| Daten sammeln Sm · Kollektion | Wo werden welche Daten wie erfasst? | Quelle, Eingangskanal, Datenarten, Erhebungsschritte und erste Übermittlung. |
| Daten aufbewahren Aw · Bereithaltung | Wo und wie werden die Daten gespeichert? | Anwendung, Ablage, Hosting, Zugriffsmöglichkeiten und vorhandene Sicherungen. |
| Daten benutzen Bn · Nutzung | Wie und von wem werden sie genutzt? | Arbeitsschritte, Rollen, Auswertungen, Übermittlungen und Weiterverarbeitung. |
| Daten beseitigen Bs · Beseitigung | Wann und wie werden sie gelöscht oder vernichtet? | Frist bzw. Auslöser, Zuständigkeit, Löschverfahren sowie Umgang mit Kopien und Backups. |
06 · Die vier Phasen ausgefüllt
| Phase | Musterbeschreibung |
|---|---|
| Sammeln | Der Kunde gibt Name, E-Mail, Kundennummer und Anliegen im Supportportal ein. Die verschlüsselte Verbindung übermittelt sie an die Portalanwendung. Der Hinweis am Formular bittet darum, keine Zahlungs- oder Gesundheitsdaten mitzuschicken. |
| Aufbewahren | Das Portal speichert die Anfrage in seiner Datenbank. Nur zugeteilte Supportkonten und erforderliche Administrationsrollen erhalten Zugriff. Der Hostingdienst erstellt täglich verschlüsselte Sicherungen. |
| Benutzen | Der zuständige Support liest die Anfrage und antwortet im Portal. Fehlerhafte Angaben werden über einen dokumentierten Korrekturprozess berichtigt. Keine Nutzung für Werbung. |
| Beseitigen | Ein täglicher Löschlauf entfernt Nachrichten 90 Tage nach Abschluss; die IT kontrolliert das Protokoll. Sicherungen laufen nach 30 Tagen aus. Nach einer Wiederherstellung werden bereits fällige Löschungen erneut angewendet. |
Zuständig: Supportleitung liefert den Ablauf und bestätigt ihn; IT prüft Speicher-, Sicherungs- und Löschverfahren; Datenschutz-/Rechtsfunktion bewertet die Fristen; befugte Leitung gibt das Verfahren frei.
Den Ist-Zustand beschreiben – auch wenn er Lücken hat. Erfassen Sie die tatsächlich verwendeten Ablagen und Arbeitsschritte, einschließlich zusätzlicher Kopien oder nicht zentral bekannter Werkzeuge. Beispielsweise kann eine zusätzlich gespeicherte lokale Kopie einer Supportanfrage erst durch diese Beschreibung für die IT sichtbar werden. Solche Angaben sind ein Anlass zur Klärung.
Unbekanntes nicht erfinden: Wenn Sie etwa die Löschfrist oder das Löschverfahren nicht kennen, dürfen diese Angaben zunächst offenbleiben. Beginnen Sie mit der ersten Prüfung, auch wenn die Dokumentation noch nicht vollständig ist. Machen Sie die Lücke erkennbar und klären Sie gezielt, wer sie beantworten kann. Eine KI darf eine plausible Vermutung nicht als tatsächlichen Ablauf einsetzen.
Verarbeitung, Anwendung und Infrastruktur verbinden
VVT und SDM gehören zusammen: Die Grundbeschreibung beantwortet, wofür und wie Daten verarbeitet werden. Die SDM-Bewertung prüft den Schutz je Phase und Ziel. Fachapplikationen und Infrastruktur besitzen eigene Beschreibungen, Phasen und Bewertungen. Das Verknüpfen eines Eintrags übernimmt deshalb nicht automatisch eine ausreichende Bewertung.
Das Standard-Datenschutzmodell (SDM) unterscheidet drei Ebenen. MoeWe bildet sie im VVT-Bereich mit eigenen Einträgen ab.
Der fachliche Prozess und die Anforderungen zum Schutz der betroffenen Personen.
Die eingesetzte Software oder der Dienst und die Umsetzung der Anforderungen in der Anwendung.
Die technische Basis, zum Beispiel Server, Rechenzentrum, Netzwerk oder Gebäude.
- Öffnen Sie Beziehungen.
- Ordnen Sie unter Fachapplikationen die verwendete Software zu. Nutzen Sie dafür Eintrag hinzufügen.
- Verknüpfen Sie unter Infrastruktur die tatsächlich beteiligten technischen Grundlagen.
- Ergänzen Sie unter Datenweitergaben die Empfänger, an die Daten weitergegeben werden.
- Kontrollieren Sie die angezeigten Beziehungen und speichern Sie die Änderungen.
Gemeinsam genutzte Einträge wiederverwenden: Die IT beschreibt eine gemeinsam genutzte Infrastruktur einmal. Mehrere Verarbeitungen können anschließend denselben Eintrag verknüpfen. Ein Verfahren kann zugleich mehrere Anwendungen und Infrastrukturen benötigen. Prüfen Sie deshalb die vollständige Kette und nicht nur das zuerst genannte System.
Vertragsbeziehungen passend erfassen: Klären Sie, ob Ihre Organisation einen eigenen Vertrag mit einem Anbieter hat oder dieser als Unterauftragnehmer eines anderen Dienstleisters beteiligt ist. Prüfen Sie auch beim Supportportal, welche Anbieter eigene Vertragspartner sind und welche als Unterauftragnehmer tätig werden. Übernehmen Sie diese Einordnung nur, wenn sie für Ihren Fall stimmt.
Die zugehörigen Anwendungen und Infrastrukturen finden Sie auch über VVT → Fachapplikationen bzw. VVT → Infrastruktur. Prüfen Sie vorhandene Einträge, bevor Sie gleichartige Datensätze doppelt führen.
Warum die Verknüpfung wichtig ist: Eine Anwendung oder Infrastruktur kann für mehrere Verarbeitungen relevant sein. Die Beziehungen helfen, von einer Verarbeitung auf ihre Dienstleister zu schließen – oder bei einem Vorfall bei einem Dienstleister die betroffenen Verarbeitungen zu finden.
Anforderungen der Verarbeitung wirken bis auf die technischen Ebenen. Umgekehrt können Risiken der eingesetzten Technik die Verarbeitung beeinflussen.
07 · Die Einträge des Musters verbinden
| Ebene / Beziehung | Ausgefüllter Eintrag |
|---|---|
| E1 · Verarbeitung | Kundenanfragen im Support |
| E2 · Fachapplikation | Supportportal · Anwendung zur Erfassung und Bearbeitung der Anfragen |
| E3 · Infrastruktur | Hostingumgebung Supportportal · Datenbank, Server und Sicherungsumgebung |
| Datenweitergabe | Hostingdienst · Betrieb und Sicherung im Auftrag; zugehörigen Vertrag verknüpfen |
IT liefert und prüft die technische Kette. Einkauf und Datenschutzfunktion prüfen die Vertragsrollen. Die Supportleitung bestätigt die Zuordnung zum Verfahren; die befugte Leitung gibt die Gesamtbeschreibung frei.
Jedes Schutzziel nachvollziehbar bewerten
In den Phasen finden Sie den Bereich Risikobeschreibung & Maßnahmen. Für jede Phase werden sieben Gewährleistungsziele betrachtet. Über das Info-Symbol neben einem Ziel können Sie erläuternde Hinweise und Maßnahmenbeispiele öffnen. Eine hilfreiche Einstiegsfrage lautet: „Was würde für die betroffenen Menschen passieren, wenn dieses Ziel nicht erfüllt wäre?“ Beschreiben Sie anschließend, wie Sie dies im konkreten Prozess verhindern.
| Gewährleistungsziel | Praktische Prüffrage |
|---|---|
| Datenminimierung · Dm | Werden nur die für den Zweck erforderlichen Daten verarbeitet? |
| Transparenz · Tp | Ist nachvollziehbar, was mit den Daten geschieht, und sind die Betroffenen passend informiert? |
| Nichtverkettung · Nv | Werden Daten unterschiedlicher Zwecke unzulässig zusammengeführt oder für andere Zwecke verwendet? |
| Intervenierbarkeit · Iv | Können berechtigte Änderungen, Berichtigungen, Einschränkungen oder Löschungen umgesetzt werden? |
| Integrität · It | Wie werden Richtigkeit und Schutz vor ungewollter Veränderung gewährleistet? |
| Vertraulichkeit · Vt | Wie wird verhindert, dass Unbefugte Daten einsehen oder erhalten? |
| Verfügbarkeit · Vf | Stehen benötigte Daten und Funktionen rechtzeitig zur Verfügung? |
Drei Fragen statt einer Gesamtampel
| Angabe | Die Frage dahinter |
|---|---|
| Eingriffsintensität | Wie weit greift die Verarbeitung selbst in das Leben der Menschen ein – durch Zweck, Datenumfang und Nutzung? Das ist die Einordnung des Verfahrens, keine Aussage über erledigte Maßnahmen. |
| Risiko ohne Maßnahmen | Was könnte in dieser konkreten Bewertungszeile ohne Schutz schiefgehen, wie wahrscheinlich ist es und wie schwer wären die Folgen für die Menschen? |
| Status nach wirksamer Umsetzung | Sind die passenden Maßnahmen umgesetzt, belegt und ausreichend wirksam? „OK“ ist ein Prüfergebnis, keine Aussage, dass jedes Risiko verschwunden ist. |
Gute Maßnahmen verändern den Status. Sie setzen die Eingriffsintensität eines unveränderten Verfahrens oder das ausdrücklich ohne Maßnahmen betrachtete Risiko nicht automatisch herab.
08 · Eine ausgefüllte Bewertungszeile
Verfahren: Kundenanfragen im Support. Eingriffsintensität im Muster: begrenzter Eingriff, weil gewöhnliche Vertragsfragen für einen engen Zweck ohne Profilbildung bearbeitet werden. Im Auswahlfeld entspricht dies für dieses Lernbeispiel „gering“. Verwenden Sie für Ihren realen Fall die Bewertungsvorgaben Ihrer Organisation.
| Koordinate | Risiko ohne Maßnahmen | Risikobeschreibung | Maßnahme | Nachweis / Prüfung | Status nach Umsetzung |
|---|---|---|---|---|---|
| E1–Bn–Iv | mittel (Musterbewertung) | Eine falsche Kundennummer bleibt unkorrigiert; die Anfrage wird falsch zugeordnet und verzögert bearbeitet. Ohne geregelten Korrekturweg ist dies im Muster plausibel. | Support prüft Korrekturanfragen, bestätigt die Zuordnung und berichtigt Daten sowie betroffene Bearbeitungsvermerke. | Fiktiv: Arbeitsanweisung SUP-01, Abschnitt 4; Test K-01 mit Testdaten: Korrektur und richtige Zuordnung durch Supportleitung und IT bestätigt. | OK – im Muster nach erfolgreichem Test und Bewertung als ausreichend. |
Merksatz: begrenzter Eingriff in das Privatleben · mittleres Risiko ohne Korrekturprozess · „OK“ nach geprüfter Umsetzung. Drei Angaben, drei verschiedene Fragen. Fehlt der Testbeleg, bleibt der Status „prüfen“. Die Risikostufe ist eine Lernannahme und muss für den eigenen Fall begründet werden.
So bearbeiten Sie eine Bewertungszeile
- Risiko ohne Maßnahmen einschätzen. Wählen Sie im Feld „Risiko“ die passende Bewertung: hoch, mittel, gering oder zunächst unbewertet. Beschreiben Sie, was den betroffenen Personen ohne Schutzmaßnahmen passieren könnte.
- Risikobeschreibung eintragen. Nennen Sie das konkrete Szenario und die mögliche Auswirkung auf die betroffenen Personen.
- Maßnahmen beschreiben. Halten Sie fest, welche organisatorischen oder technischen Maßnahmen dieses Risiko reduzieren. Machen Sie erkennbar, was bereits umgesetzt und was erst geplant ist.
- Bemerkungen / Nachweise ergänzen. Benennen Sie die zugehörigen Belege möglichst mit Dokument, Version, Abschnitt oder Seite. Ergänzen Sie offene Fragen und Prüfergebnisse.
- Status nach wirksamer Umsetzung bewerten. Prüfen Sie, ob die Maßnahmen tatsächlich umgesetzt und ausreichend wirksam sind. Setzen Sie erst dann den passenden Status und speichern Sie.
Risiko und Status sind zwei verschiedene Angaben. Im Feld „Risiko“ wird das Risiko ohne Umsetzung von Maßnahmen erfasst. Im Feld „Status“ steht der Status nach wirksamer Umsetzung. Deshalb sind Risiko „hoch“ und Status „OK“ gleichzeitig möglich. Ein grüner Status allein ist kein Nachweis für die Wirksamkeit.
Die Statuswerte der Bewertungszeile
Nutzen Sie diese Erläuterungen als Orientierung für die Bearbeitung.
| Status | Orientierung für Ihre Bearbeitung |
|---|---|
| unbewertet | Die fachliche Bewertung steht noch aus. |
| prüfen | Eine konkrete Unsicherheit oder ein fehlender Nachweis muss geklärt werden. |
| nicht ausreichend | Die vorhandenen Maßnahmen reichen für die Anforderung noch nicht aus. |
| kritisch | Ein wesentlicher Handlungsbedarf ist zu bearbeiten und mit den zuständigen Personen zu klären. |
| OK | Die Maßnahmen wurden im konkreten Zusammenhang geprüft und als ausreichend beurteilt. |
| nicht zutreffend | Die Anforderung trifft im konkreten Zusammenhang nicht zu; begründen Sie diese Einordnung. |
Die allgemeine Statusleiste oben im Datensatz verwendet teilweise andere Bezeichnungen, darunter „Optimierungsbedarf“. Verwechseln Sie diese nicht mit der Auswahl innerhalb einer einzelnen Bewertungszeile.
Auditmaßnahmen für den konkreten Prozess nutzen
- Lassen Sie den VVT-Eintrag geöffnet und öffnen Sie Auditfragen / TOM über das Kontextmenü des Links in einem zweiten Browser-Tab.
- Filtern Sie dort nach dem gerade betrachteten Schutzziel und lesen Sie die bereits beschriebenen Maßnahmen und Nachweise.
- Prüfen Sie für jede mögliche Übernahme: Gilt die Maßnahme für diesen Prozess, diese Anwendung und diese Datenphase? Ist ihre Umsetzung dort nachgewiesen?
- Übernehmen Sie nur den passenden Inhalt, konkretisieren Sie ihn und nennen Sie den Nachweis. Den Status bewerten Sie für die konkrete Zeile neu.
Die allgemeine Passwortrichtlinie ist im Audit als umgesetzt dokumentiert. Für das Supportportal prüft die IT zusätzlich, ob die tatsächlichen Anmeldeeinstellungen dieser Richtlinie entsprechen. Erst der passende Einstellungs- oder Testnachweis trägt die Bewertung des Portals; die allgemeine Auditantwort allein genügt dafür nicht.
84 Kombinationen: systematisch prüfen, passend dokumentieren
Vier Phasen × sieben Ziele ergeben 28 Prüffragen pro Eintrag. Ein Eintrag auf jeder der drei Ebenen ergibt 84 Kombinationen. Das ist ein Raster gegen übersehene Themen, keine Vorgabe für 84 lange Texte. Bei mehreren Anwendungen oder Infrastrukturen kommen deren relevante Einträge hinzu.
- Phase für Phase sichten: Betrachten Sie alle sieben Ziele für jeden relevanten Eintrag. Beginnen Sie im Muster bei „Sammeln“ des Supportprozesses.
- Passend begründen: Für einen einfachen Fall reichen häufig wenige klare Sätze: Risiko → Maßnahme → Nachweis → Ergebnis. Bei hohem Risiko, Unsicherheiten oder komplexen Abhängigkeiten erläutern Sie Annahmen, Auswirkungen und Prüfung ausführlicher. Es gibt hier keine feste Wortzahl.
- Vorhandenes nutzen: Verweisen Sie präzise auf geprüfte gemeinsame Maßnahmen, etwa das Berechtigungskonzept der verknüpften Anwendung. Ergänzen Sie, warum es die aktuelle Phase und das Ziel abdeckt. Ein pauschales „siehe IT“ genügt nicht.
- Unklar bleibt offen: Fehlendes Wissen bedeutet „unbewertet“ oder „prüfen“, mit zuständiger Person und nächstem Schritt.
Wann ist „nicht zutreffend“ nachvollziehbar?
Nur wenn die konkrete Anforderung in dieser Phase und bei diesem Eintrag sachlich nicht anwendbar ist. Ein geringes Risiko, gute Maßnahmen, fehlende Belege oder Zeitmangel sind keine Begründung. Prüfen Sie zuerst, ob der Datenfluss korrekt abgegrenzt ist. Die Bewertungsrolle bestätigt die Einordnung.
Dokumentieren Sie kurz: Welche Anforderung? Warum nicht anwendbar? Womit geprüft? Wer hat es beurteilt? Beispiel aus dem Support: „Keine Papiervernichtung erforderlich: Der Ablauf arbeitet ausschließlich digital, Ausdrucke sind nicht vorgesehen; Ablaufprüfung durch Supportleitung bestätigt.“ Das begründet nur den Entfall dieser Einzelmaßnahme. Es rechtfertigt nicht, das gesamte Ziel bei „Beseitigen“ auf „nicht zutreffend“ zu setzen: Die digitalen Daten müssen weiterhin sicher gelöscht werden.
E1–Bs–Vf · Beseitigen / Verfügbarkeit: Sind Supportnachrichten nach Ablauf der geprüften Frist endgültig zu löschen und besteht kein weiterer Aufbewahrungsbedarf, soll ihr Inhalt danach gerade nicht mehr verfügbar sein. Für diese eng begrenzte Anforderung kann „nicht zutreffend“ begründet werden: „Nach fälliger endgültiger Löschung keine weitere Nutzung erforderlich; Frist und Aufbewahrungsbedarf durch Supportleitung und Datenschutzfunktion geprüft.“
Das ist kein pauschaler Ausschluss des Ziels bei jeder Löschung. Die Verfügbarkeit des Löschdienstes, sichere Vernichtung, korrekte Ausführung und ein erforderliches Anhalten der Löschung bleiben gesondert zu prüfen. Insbesondere müssen die Bewertungen zu Integrität, Vertraulichkeit und Intervenierbarkeit dazu passen.
Lücken erkennen und Nachweise zusammenstellen
Übergreifend: VVT Reports → Report intern
- Öffnen Sie den Reiter Report. Dort finden Sie unter „Gewährleistung der Schutzziele“ die Matrizen für die Verarbeitung sowie die verknüpften Anwendungen und Infrastrukturen.
- Prüfen Sie auffällige oder noch unbewertete Felder. Kehren Sie zur entsprechenden Phase und zum Gewährleistungsziel zurück und ergänzen Sie die Bewertung.
- Kontrollieren Sie auch die Datenweitergaben. Auch bei vielen grünen Bewertungsfeldern können dort noch Einträge mit „Unbekannt“ vorhanden sein.
- Öffnen Sie für eine zusammenhängende Ausgabe VVT Reports → Report intern. Nutzen Sie bei Bedarf die Filter Gruppe, Nummer oder Name, Verantwortlich und Status.
- Wählen Sie die gewünschten Anzeigeoptionen. Zur Auswahl stehen Verantwortlich, Datenweitergaben und Verknüpfte Datenweitergaben. Für die Weitergabe an eine KI können Sie die Namen der Verantwortlichen über die entsprechende Anzeigeoption aus der Ausgabe herausnehmen. Prüfen Sie die erzeugte Datei zusätzlich auf weitere enthaltene Personenangaben; die Option anonymisiert nicht automatisch das gesamte Dokument.
- Verwenden Sie das Drucksymbol für die Ausgabe. Wenn der anschließende Druckdialog dies anbietet, können Sie die Ausgabe als PDF speichern.
Welcher Report passt zum Zweck?
| Ausgabe | Verwendung |
|---|---|
| Verzeichnis | Überblick über die dokumentierten Verarbeitungstätigkeiten. |
| Report intern | Ausführliche Dokumentation einschließlich Bewertungen und Status für die interne Arbeit. |
| Report extern | Beschreibung der Verarbeitung mit reduziertem Umfang ohne die internen Bewertungen. Prüfen Sie dennoch den konkreten Inhalt und Empfängerkreis vor der Weitergabe. |
| Excel-Datenexport | Bearbeitbarer Datenstand über Start → Datenexport; kein gefilterter Prüfbericht. |
Zur Prüfung übergeben und wiederfinden
- Prüfen Sie zunächst die Einträge und Nachweise auf den eigenen Aufgabenbereich. Benennen Sie verbleibende Lücken.
- Setzen Sie im Datensatz, soweit für Ihre Rolle verfügbar, Fertig zur Prüfung DSB und speichern Sie. Dadurch markieren Sie den Eintrag für die Prüfung; Sie erteilen damit keine Freigabe.
- Die prüfende Person öffnet VVT → Prüfung ausstehend und bearbeitet die vorgemerkten Einträge.
- Halten Sie Prüfergebnis, Rückfragen und Maßnahmen im vorgesehenen Protokoll beziehungsweise Ticket fest. Passen Sie die Bewertungs- und Gesamtstatuswerte mit der dafür berechtigten Rolle an und nehmen Sie nach erledigter Prüfung die Prüfmarkierung wieder zurück.
Die Matrix lesen: Spalten stehen für Sammeln, Aufbewahren, Benutzen und Beseitigen; Zeilen für die sieben Gewährleistungsziele. Prüfen Sie auffällige Zellen anhand der zugehörigen Detailfelder. Kontrollieren Sie auch die Matrizen der verknüpften Anwendungen und Infrastrukturen. Ein grünes Feld der Verarbeitung macht einen noch unbewerteten technischen Eintrag nicht automatisch ausreichend.
09 · Das Muster im Report abschließen
Filtern Sie nach „Kundenanfragen im Support“. Kontrollieren Sie, ob Supportportal, Hostingumgebung und Hostingdienst enthalten sind. Öffnen Sie die Zeile E1–Bn–Iv: Risiko „mittel“, Korrekturprozess, Testnachweis und Status „OK“ müssen zusammenpassen.
Beispiel eines offenen Punkts: „Test zur erneuten Löschung nach Wiederherstellung fehlt. IT-Leitung liefert Protokoll bis zum vereinbarten Termin; betroffene Bewertung bleibt ‚prüfen‘.“ Ein einzelnes „OK“ macht den gesamten Report noch nicht freigabefähig.
Abschluss: Supportleitung bestätigt den Ablauf, IT die technischen Nachweise, Datenschutzfunktion die Datenschutzbewertung. Die befugte Leitung dokumentiert die Entscheidung mit Datum, geprüftem Dokumentstand und gegebenenfalls Auflagen. Erst nach Klärung entscheidungsrelevanter Lücken den entsprechenden Gesamtstatus setzen. Anschließend Report speichern bzw. ausgeben und die Checkliste bearbeiten.
Daten als Excel exportieren
Der Datenexport stellt die Daten der gewählten Datenbank in einer Excel-Datei bereit. Er dient dazu, einen bearbeitbaren Datenstand außerhalb von MoeWe aufzubewahren. Ein gefilterter Report hat dagegen eine gezielt ausgewählte Darstellung für eine bestimmte Prüfung oder Empfängergruppe.
- Datenbank kontrollieren: Prüfen Sie oben in der Kopfzeile, welche Organisation ausgewählt ist. Speichern Sie zuvor noch offene Änderungen.
- Export öffnen: Wählen Sie Start → Datenexport. Wenn der Punkt nicht verfügbar ist, lassen Sie Ihre Berechtigung von der Administration prüfen. Die Rolle „Datenschutzbeauftragte(r)“ umfasst Exportfunktionen.
- Datei erzeugen: Klicken Sie im Bereich Excel auf Start Excel export und warten Sie, bis der Download abgeschlossen ist.
- Ergebnis prüfen: Öffnen Sie die heruntergeladene Datei. Kontrollieren Sie die enthaltenen Tabellen und stichprobenartig bekannte Einträge, etwa den zuletzt gespeicherten Supportprozess. Prüfen Sie gesondert, wie Dokumentverweise und Anhänge berücksichtigt sind.
- Geordnet aufbewahren: Legen Sie die Datei am vorgesehenen geschützten Speicherort ab, beispielsweise als MoeWe_Supportorganisation_2026-09-21.xlsx. Geben Sie sie nur an den vorgesehenen Empfängerkreis weiter.
Zuständigkeit: Die befugte Person erstellt den Export; der fachlich zuständige Bereich prüft den benötigten Inhalt; Administration beziehungsweise IT legen Ablage und Zugriff fest.
Vorhandene Dokumentation prüfen und ergänzen
Nutzen Sie KI zur Ergänzung, Prüfung und Plausibilitätskontrolle Ihrer Dokumentation. Ausgangspunkt sind die bereits strukturierten Beschreibungen und die zugehörigen Nachweise. Prüfen Sie die Unterlagen zunächst selbst und formulieren Sie Ihre offenen Fragen.
Dokumentation mit einer externen KI prüfen: Exportieren Sie die Dokumentation der Ebenen 1, 2 und 3 als PDF und stellen Sie sie zusammen mit den zugehörigen Nachweisen in einer separaten, für Ihre Organisation freigegebenen KI-Umgebung bereit. Fachbereich und IT gleichen anschließend die Vorschläge mit Abläufen und Nachweisen ab; die Datenschutzfunktion bewertet Datenschutzfragen. Die befugte Leitung entscheidet über die abschließende Freigabe. Übernehmen Sie nur entsprechend geprüfte Ergebnisse in MoeWe.
- Unterlagen zusammenstellen: Beschreibungen bzw. Reports der Ebenen 1 bis 3, vorhandene TOM, relevante Auftragsverarbeitungsverträge, Sicherheitsnachweise und gegebenenfalls Service-Level-Vereinbarungen.
- Dokumente zuordnen: Machen Sie erkennbar, welche Unterlage welche Verarbeitung, Anwendung oder Infrastruktur betrifft. Verwenden Sie eindeutige Dateinamen, beispielsweise „Ebene1.pdf“, „Ebene2.pdf“ und „Ebene3.pdf“. Ordnen Sie auch Zertifikate, Prüfberichte und TOM dem tatsächlich erfassten Dienst bzw. Leistungsumfang zu; ein Dokumenttitel allein belegt noch keine einzelne Maßnahme.
- Mit einer konkreten Prüffrage arbeiten: Lassen Sie Risiken und Maßnahmen den jeweiligen Ebenen, Phasen und Gewährleistungszielen zuordnen.
- Jeden Vorschlag prüfen: Stimmt die Aussage mit dem tatsächlichen Verfahren überein? Belegt der angegebene Nachweis genau diese Maßnahme und ihre Umsetzung?
- Geprüfte Ergebnisse zurückführen: Ergänzen Sie das passende Feld in MoeWe. Halten Sie fehlende Belege und neue Maßnahmen als offene Arbeit fest und bewerten Sie den Status erneut.
Das gleiche Koordinatensystem für Frage und Ergebnis verwenden. Lassen Sie jedes Risiko, jede Maßnahme und jeden Nachweis mit Ebene + Phase + Gewährleistungsziel kennzeichnen. Beispiel: E1–Bn–Iv bedeutet Verarbeitungstätigkeit, Daten benutzen, Intervenierbarkeit. Damit finden Sie in MoeWe genau die Bewertungszeile, die ergänzt werden muss.
Wenn die KI zunächst langen Fließtext liefert, fordern Sie eine Tabelle mit diesen Koordinaten und Fundstellen an. Die gleichbleibende Struktur erleichtert Zuordnung und Vergleich; jede Aussage bleibt zu prüfen.
Kopiervorlage für eine strukturierte Prüfung
Ersetzen Sie die Platzhalter und stellen Sie nur Unterlagen bereit, die Sie in der verwendeten KI-Umgebung verarbeiten dürfen.
Strukturierte Maßnahmensätze
Formulieren Sie Maßnahmen bei Bedarf nach dieser Satzschablone: Praktik + Zielobjekt + MUSS / SOLLTE / KANN + Ergebnis + Handlungswort, optional ergänzt um Tags, Hinweise, Begründung und Bewertung. Wichtig ist die nachvollziehbare Begründung der Verbindlichkeit und der Bezug zum Nachweis.
„Die Rollenverwaltung für Supportkonten MUSS den Zugriff auf die für die jeweilige Aufgabe erforderlichen Kommunikationsdaten beschränken.“
Ergänzen Sie: Warum ist diese Maßnahme erforderlich? Wo ist die Umsetzung belegt? Wer prüft sie? Ein plausibler KI-Satz beantwortet diese Fragen noch nicht automatisch.
Die fachliche Bewertung zusammenführen
Wenn für Ihre Verarbeitung eine Datenschutz-Folgenabschätzung (DSFA) bearbeitet wird, dient die strukturierte Dokumentation als Grundlage. Der Fachbereich und die IT liefern die Fakten; die Datenschutzfunktion bewertet mit ihnen den DSFA-Bedarf, der DSB berät. Die verantwortliche Organisation entscheidet durch ihre befugte Leitung und dokumentiert das Ergebnis. Bei voraussichtlich hohem Risiko ist eine DSFA vorab erforderlich; „Vertiefung“ bedeutet deshalb nicht, dass sie frei abwählbar ist.
Bearbeiten Sie im DSFA-Reiter die folgenden Felder. Überführen Sie geprüfte Ergebnisse in den jeweils passenden Abschnitt:
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Systematische Beschreibung | Verarbeitungsvorgänge, Kontext und Zwecke zusammenhängend erläutern. |
| Bewertung Notwendigkeit / Verhältnismäßigkeit | Die fachliche Bewertung im Verhältnis zum beschriebenen Zweck festhalten. |
| Bewertung Risiken | Die Risiken für Rechte und Freiheiten der betroffenen Personen zusammenführen. |
| Geplante Abhilfe | Die Maßnahmen zur Bewältigung der Risiken und die zugehörigen Nachweise beschreiben. |
| Standpunkt Betroffene | Den berücksichtigten Standpunkt der betroffenen Personen oder ihrer Vertretung dokumentieren. |
| Stellungnahme DSB | Die Stellungnahme der bzw. des Datenschutzbeauftragten erfassen. |
| Ergebnis | Das fachlich abgestimmte Ergebnis einschließlich offener Punkte dokumentieren. |
Im DSFA-Reiter führen Sie das Ergebnis der zugrunde liegenden Dokumentation zusammen. Die detaillierten Nachweise und Bewertungen bleiben in den Beschreibungen und verknüpften Einträgen erhalten; der zusammenfassende Text ersetzt sie nicht.
Prüfen Sie die Zusammenfassung gegen die Detailbewertungen und speichern Sie den Datensatz. Die KI kann einen Berichtsentwurf aus den bereitgestellten Unterlagen erstellen; die fachliche Prüfung und abschließende Entscheidung bleiben ein eigener Arbeitsschritt.
Die Dokumentation mehrfach nutzen
Aufbewahrung und Löschung im Überblick
Nutzen Sie VVT Reports → Aufbewahrungsfristen, um die dokumentierten Fristen und Speicherorte im Zusammenhang zu prüfen. Stimmen die Übersicht und die Angaben unter „Daten beseitigen“ überein? Sind relevante Kopien und Sicherungen berücksichtigt? Vergleichen Sie alle erfassten Speicherorte mit Lösch- und Backupkonzept. Klären Sie für jeden Ort, wer für Sicherung und Wiederherstellung zuständig ist – insbesondere bei externen Softwarediensten.
Ausfallvorsorge im Reiter BCM
Im Reiter BCM (Business Continuity Management) werden Kritikalität, maximal tolerierbare Ausfallzeit, Priorität Wiederanlauf, Auswirkung bei Ausfall und Bemerkungen erfasst. Der Fachbereich liefert die tolerierbare Unterbrechung und die Folgen; IT und Dienstleister liefern Wiederherstellungszeiten und Testergebnisse. Beide prüfen Widersprüche. Die befugte Leitung entscheidet über Prioritäten und erforderliche Verbesserungen.
Für die Verarbeitung sind 2 Stunden als maximal tolerierbare Ausfallzeit eingetragen, bei einer verknüpften Infrastruktur 72 Stunden. MoeWe zeigt dazu einen Plausibilitätshinweis. Prüfen Sie die Abhängigkeit und klären Sie die widersprüchlichen Anforderungen bzw. Angaben.
KI-Anwendungen über das Verzeichnis finden
Öffnen Sie das Verzeichnis Fachapplikationen und filtern Sie nach Gruppe: KI. Ordnen Sie auch bereits genutzte Anwendungen entsprechend zu, wenn ein Dienstleister dort neu KI-Funktionen einführt. So erhalten Sie eine Übersicht der erfassten KI-Werkzeuge und können die verknüpften Verarbeitungen erneut prüfen.
Ergebnisse für unterschiedliche Zielgruppen aufbereiten
Aus derselben geprüften Grundlage lassen sich Entwürfe für eine kurze Managementzusammenfassung, eine Aufgabenliste für Fachbereich und IT oder ausführlichere Datenschutzberichte erstellen. Auch Entwürfe für Datenschutzinformationen und Auskünfte können darauf aufbauen. Prüfen Sie Inhalt, Vollständigkeit und Empfängerkreis jeweils gesondert, bevor Sie solche Texte verwenden. Für Fachbereich und IT sollte die Ausgabe konkrete Aufgaben, zuständige Personen und zielgruppengerechte Sprache enthalten. Bei einer Auskunft müssen Sie zunächst klären, in welchen Verarbeitungen die anfragende Person tatsächlich betroffen ist; Beziehungen helfen dann, beteiligte Empfänger zu ermitteln. Ein allgemeiner VVT-Report allein ist noch keine vollständige individuelle Auskunft.
Ist die Dokumentation bereit für die Prüfung?
Diese Checkliste fasst den Ablauf zusammen. Sie ergänzt die begründeten Einzelbewertungen in MoeWe.
Die Häkchen werden, soweit vom Browser unterstützt, nur lokal in diesem Browser gespeichert. Sie ändern keine Daten in MoeWe und gelten nicht als Freigabe.
Häufige Fragen
Risiko „hoch“, Status „OK“. Ist das ein Fehler?
Nicht zwangsläufig. „Risiko“ betrachtet die Situation ohne Maßnahmen, „Status“ die wirksame Umsetzung. Entscheidend sind die konkrete Risikobeschreibung, ausreichende Maßnahmen und passende Nachweise.
Ein KI-Vorschlag klingt sinnvoll. Kann ich „OK“ setzen?
Erst wenn die Maßnahme für Ihren Fall geeignet, tatsächlich umgesetzt und geprüft ist. Tragen Sie einen bloßen Vorschlag als noch zu bearbeitende Maßnahme ein und kennzeichnen Sie fehlende Belege.
Kann ich die Angaben aus der Musterverarbeitung übernehmen?
Nutzen Sie den Aufbau als Orientierung. Zweck, Rechtsgrundlage, Anbieter, Konfiguration, Datenflüsse und Fristen müssen zu Ihrem eigenen Verfahren passen.
Warum reicht die Beschreibung der Verarbeitung allein nicht?
Die verwendete Software und Infrastruktur können eigene Risiken und Abhängigkeiten mitbringen. Betrachten Sie deshalb alle drei SDM-Ebenen und ihre Beziehungen.
Ich kenne die Löschfrist nicht. Darf ich trotzdem mit der Prüfung beginnen?
Ja. Lassen Sie die unbekannte Angabe zunächst offen und machen Sie den Klärungsbedarf deutlich. Machen Sie Wissenslücken sichtbar und schließen Sie sie gezielt. Erfinden Sie keine Angaben, um eine scheinbar vollständige Dokumentation zu erhalten. Benennen Sie die zuständige Person und halten Sie die Klärung nach.
Wie nutze ich eine KI zur Prüfung der Dokumentation?
Exportieren Sie die relevanten Beschreibungen und Bewertungen als PDF und prüfen Sie diese in einer für Ihre Organisation freigegebenen externen KI-Umgebung. Führen Sie anschließend fachlich geprüfte Ergebnisse in die passenden MoeWe-Einträge zurück.
Eine Schaltfläche oder ein Reiter sieht bei mir anders aus.
Die verfügbare Oberfläche kann je nach Plattformversion und Zugang abweichen. Wenden Sie sich bei fehlenden Funktionen an Ihre zuständige Administration.
Ich sehe einen Eintrag oder eine Frage nicht. Woran kann das liegen?
Prüfen Sie zuerst die ausgewählte Datenbank und die Filter. Auditfragen mit „nicht zutreffend“ und inaktive VVT-Einträge können ausgeblendet sein. Prüfen Sie anschließend mit der Administration Rolle und Benutzerzuweisung.
Warum kann ich beschreiben, aber keine Risiken ändern?
Einzelne Bewertungsfelder sind für bestimmte Rollen geschützt. Die Rolle „DatenschutzkoordinatorIn“ umfasst beispielsweise nicht die Bearbeitung geschützter Risikobewertungen. Lassen Sie die Angaben durch die dafür berechtigte Person bewerten.
Ist der Excel-Export das Gleiche wie ein Report?
Nein. Der Datenexport stellt einen Datenstand als Excel-Datei bereit. Reports bereiten ausgewählte Inhalte für eine Prüfung oder Weitergabe auf. Prüfen Sie bei beiden den Inhalt vor der Verwendung.
Glossar
- VVT
- Verzeichnis von Verarbeitungstätigkeiten: Übersicht der Prozesse, in denen personenbezogene Daten verarbeitet werden.
- SDM
- Standard-Datenschutzmodell: Methode, um Datenschutzanforderungen systematisch nach Ebenen, Phasen und Schutzzielen zu prüfen.
- TOM
- Technische und organisatorische Maßnahmen: Schutz durch Technik und Arbeitsregeln, etwa Zugriffsrechte und geregelte Korrekturabläufe.
- DSFA
- Datenschutz-Folgenabschätzung: vertiefte Prüfung der Folgen einer Verarbeitung für Menschen; bei voraussichtlich hohem Risiko erforderlich.
- DSB
- Datenschutzbeauftragte bzw. Datenschutzbeauftragter: berät und überwacht unabhängig; übernimmt nicht die Verantwortung der Organisation.
- BCM
- Business Continuity Management: Vorsorge, damit wichtige Abläufe bei Störungen weiterlaufen oder rechtzeitig wiederhergestellt werden.
- KI
- Künstliche Intelligenz: hier ein optionales Werkzeug zum Prüfen und Entwerfen von Dokumentation; Ergebnisse müssen Menschen prüfen.
- DSGVO
- Datenschutz-Grundverordnung: rechtlicher Rahmen zum Schutz personenbezogener Daten.
- E1 / E2 / E3
- E1 = Verarbeitungstätigkeit, E2 = Fachapplikation, E3 = Infrastruktur.
- Sm / Aw / Bn / Bs
- Die vier Phasen: sammeln, aufbewahren, benutzen, beseitigen.
- Dm / Tp / Nv / Iv / It / Vt / Vf
- Die sieben Ziele: Datenminimierung, Transparenz, Nichtverkettung, Intervenierbarkeit, Integrität, Vertraulichkeit, Verfügbarkeit.
- E1–Bn–Iv
- Adresse einer Bewertungszeile: Ebene 1 (Verarbeitungstätigkeit) → Daten benutzen → Intervenierbarkeit, also Eingreifen etwa durch Berichtigung ermöglichen.
- Eingriffsintensität
- Wie stark die Verarbeitung selbst die Menschen betrifft, gemessen an Zweck, Daten und Art der Nutzung.
- Risiko ohne Maßnahmen
- Mögliche Folgen für Menschen und deren Eintrittswahrscheinlichkeit, gedanklich ohne die schützenden Maßnahmen betrachtet.
- Status nach Umsetzung
- Prüfergebnis dazu, ob Maßnahmen umgesetzt und wirksam sind. „OK“ ist kein Nachweis und bedeutet nicht „risikofrei“.
- Nachweis
- Konkreter Beleg, etwa eine geprüfte Einstellung, ein Testprotokoll oder eine Arbeitsanweisung mit Versions- und Abschnittsangabe.
- Auftragsverarbeiter
- Dienstleister, der personenbezogene Daten im Auftrag der verantwortlichen Organisation verarbeitet.
- Verantwortliche Organisation
- Organisation, die über Zwecke und Mittel der Verarbeitung entscheidet. Ihre befugte Leitung trifft die Freigabeentscheidung.
- Betroffene Personen
- Menschen, deren personenbezogene Daten verarbeitet werden – im Muster vor allem Kunden und Supportmitarbeitende.
- Fachapplikation / Infrastruktur
- Anwendung für eine fachliche Aufgabe / technische Grundlage ihres Betriebs.
- Report / Backup
- Report = Bericht aus dokumentierten Angaben. Backup = Sicherungskopie zur Wiederherstellung.
- Mandant / Datenbank
- Arbeitsbereich mit der Datenschutzdokumentation einer Organisation. Vor Bearbeitung und Export die Auswahl kontrollieren.
- Auditfrage
- Prüffrage zur Organisation und ihren technischen oder organisatorischen Maßnahmen; ergänzt die konkrete Verfahrensbewertung im VVT.
- Benutzerrolle / Zuweisung
- Rolle = grundsätzliche Befugnisse. Zuweisung = Zuordnung eines Benutzerkontos zu einem konkreten Eintrag.
- Datenschutzerreichungsgrad
- Übersicht der Bewertungen im Auditbereich; ein Arbeitsstand, keine pauschale rechtliche Freigabe.
- Datenexport
- Ausgabe der dokumentierten Daten in eine Excel-Datei. Umfang und Vollständigkeit der erzeugten Datei prüfen.